Sonntag, 30. Dezember 2018

* Rück-Sicht und Aus-Blick*

Rück-Sicht??? ...



Geht es Dir so wie mir? Jedes Jahr dasselbe oder das ähnliche Gefühl. Oops, schon wieder rum?
Bin ich da, wo ich sein möchte? Wie, schon wieder Weihnachten? Und so weiter.

Und das Phänomen ist wissenschaftlich untersucht worden. Je älter wir werden, desto schneller vergeht die Zeit in unserem Empfinden.

Und dann ist es gut, uns die Zeit zu NEHMEN, in RUHE zu schauen, was sich in den vergangenen 12 Monaten so alles ereignet hat.
Und das war einiges!

Das Schöne: Es ist richtig viel passiert.

Das noch Schönere: Was gewesen, ist gewesen. Frieden heißt, es darf gewesen sein.





Dieser Spruch aus der Welt der Systemischen Aufsteller schafft viel ErLEICHTerung. Und ich sage ihn mir in bestimmten Kontexten wieder und wieder. Und schaue dann Kopfnickend auf die Geschehnisse und bin damit einverstanden. Das heißt nicht immer, dass ich sie gutheiße!!

So wie bei meiner Kundin, nennen wir sie hier Maria.

Maria schaut in der Aufstellung auf ihre Beziehung zu ihrer Schwester. Und ja, es gibt Dinge und Erlebnisse, die sie nicht gut heißt. Und doch kann sie heute mit Abstand darauf schauen und akzeptieren, dass es so war, wie es war. Damit bekommt sie einen anderen Blick auf das, was gewesen ist. Und mit dem anderen Blick ändert sich auch ihre innere Haltung.
Und mit der veränderten inneren Haltung geht eine veränderte äußerliche Haltung einher. Und mit dieser neuen Haltung kann auch die Schwester nun Maria anders wahr-nehmen. Dies wiederum führt zu einem geänderten Kontakt von ihr zu Maria. Seitdem hat sich ihr Verhältnis deutlich ins Angenehme verändert. Und das, obwohl die Schwester von Maria gar nicht wußte, dass Maria sich das Thema in einer Aufstellung angeschaut und ihre Emotionen bearbeitet hat.

Wir können nicht die Vergangenheit verändern. Was wir sehr wohl können, ist unsere Sicht auf die Vergangenheit zu verändern. Und es ist erstaunlich, wie das wiederum unser eigenes Leben positiv wandeln kann.

Zu dem Thema Rück-Sicht habe ich auch in diesem Jahr erweiterte Erfahrungen machen dürfen. Schon letztes Jahr hatte ich über meine individuellen Erfahrungen hierzu berichtet.

Ich hatte geschrieben, dass es mir auch so geht, wie vielen von Euch. Wir haben manchmal das Gefühl, unser Thema ist eine sogenannte "Never ending story". Als würde sie immer in dieser Form bei uns bleiben. Als würde sich "nie" etwas verändern. Und ja, auch ich kenne natürlich dieses Gefühl sehr gut. Wie gehe ich damit um???

Ich schaue mir die Dinge dahinter immer wieder an. Und auch mich wundert es noch jedes Mal, dass es noch Neues und weitere Informationen dazu gibt. Es schält sich eine weitere Zwiebelschicht ab, die ich vorher noch nicht sehen konnte. Mal fühlt es sich an, als sei ich am Kern, um dann festzustellen, dass hinter dem Kern noch etwas auf mich wartet... !!






Bin ich darüber frustriert??? Nein, nicht mehr. Die Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Ich bin erstaunt und bleibe in liebevoller Verbundenheit. Hui, was gibt es denn hier noch alles? Die neugierige und interessierte Haltung hilft mir dabei.

Weiterhin bleibe ich an meinen Thema Rücken dran und erweitere meine Palette. Nach etwa 4 Jahren Feldenkrais darf ich bemerken, dass mein Feingefühl für meinen Körper sich vertieft hat. Und inzwischen spüre ich etwas, wo ich vor Jahren nichts gefühlt habe. Was nicht heißt, dass es nicht die ganze Zeit schon da war. ;-)
Für diejenigen, die in der Eifel wohnen, möchte ich auf den 27. Januar 2019 hinweisen, an dem Helmut Engel im Kurhaus Gemünd die Arbeit erlebbar macht. Von ihm darf ich nicht nur für meine Systemische Aufstellungsarbeit lernen, sondern auch für die Coachings. Immer mehr fließt auch da die feine Arbeit mit ein! Danke dafür!!!

Mein Rücken, mein Nervensystem umd mein Kopf lernen auch viel aus der Yogapraxis von deutschen, niederländischen und amerikanischen KollegInnen und manches auch im autodidaktischen Studium der Trauma-Yoga-Praxis. Je tiefer ich mich da hinein begebe, desto faszinierter bin ich.

Und dann auch noch ganz praktisch hier in Kall bei Martina Gröbel, die den achtsamen Unterricht gestaltet über das Katholische Bildungswerk Düren. Es soll keiner sagen können, er fände nichts Passendes. Mit einem Kleinbetrag von einigen Euros umgerechnet pro Teilnahme kann sich jeder erlauben, sich Gutes zu tun. Selbst wenn ich manchmal nicht teilnehmen kann, so passt es!

Was hat sich also verändert? Meine BeWEGlichkeit hat sich gesteigert und auch meine Aufnahmefähigkeit. Ich bin achtsamer mit mir und meinen Mitmenschen verbunden und lege auch in der Begleitung meiner Kunden Wert darauf, dies zu vermitteln. Denn die positiven Erfahrungen, die ich mache gebe ich gerne 1:1 weiter.













Das Tanzen läuft inzwischen auch mehr oder weniger geschmiert und erhöht den Spaß und zeitgleich die Beweglichkeit - körperlich und geistig. :-)


Von heute geschaut ...




... erscheint mir 2019 noch so weit weg. Ehrlicherweise ist es einfach nur 10 Tage entfernt. Das zeigt wieder so schön, dass Zeit relativ ist. Manchmal fühlen sich 10 Tage ewig lang an und zu anderen Zeiten fühlen sie sich an wie Stunden. Woran liegt das?

Einfach an der eigenen Wahr-nehmung. Jede/r kennt das. In einer unliebsamen Situation zieht sich Zeit gefühlt wie Kaugummi. Auch wenn wir Schmerzen haben, scheint Zeit langsamer zu vergehen. Bin ich in einer wunderschönen und angehnehmen Situation, dann "fliegt" die Zeit im Erleben.

Dennoch ist es einfach nur die eigene Wahrnehmung und der individuelle Eindruck. Und das ist auch das Gute. Denn das ist ein Faktor, den ich selber beeinflussen kann: wie gehe ich mit Dingen und Erlebnissen um? Das liegt in meiner Hand. Das kann ich steuern.

Und so habe ich Tag für Tag die neue Chance, mein eigenes Leben individuell zu gestalten. Ich darf einiges ausprobieren und mitbekommen, ob es sich besser oder schlechter anfühlt. Ist das neue Verhalten in meinem Leben angenehmer oder unangenehmer. Jede Veränderung beginnt mit einem kleinen Schritt.

Nehmen wir uns die Babys als Vorbild, die wir einst waren. Damals haben wir nicht aufgegeben, sondern sind immer wieder aufgestanden. Egal wie oft wir auf unseren Windelpopo gefallen waren. Wir haben es anders und noch anders probiert, bis wir nach vielen Tausenden (?!) Versuchen wackelig auf unseren beiden Beinen standen.

Da war von Gehen noch gar nicht die Rede! Da hatten wir mit dem Ausbalancieren schon genug zu tun. Und heute?! Da meinen wir doch tatsächlich, die Veränderung müsste schnell schnell geschehen! Wie dumm wir uns manchmal benehmen!!

Im Jetzt sein

Zu schauen, wie gut Dinge verlaufen sind und Fortschritte zu sehen und zu fühlen sind gibt mir auch Klarheit, dass es ebenso immer Fortschritte geben wird.

Auch wenn die Tage derzeit getrübt sind durch den Tod meines Schwiegervaters fühle ich Vertrauen, dass wir alle in guten Händen sind.

Es gibt sie, diese Ordnung der Liebe, die Kraft gibt.

Geburt und Tod gehen oft miteinander einher und sie gehören beide dazu.

Ursprünglich hatte ich mir Zeit genommen, um diesen Bericht immer mal wieder zu bearbeiten. Das hat sich durch das Leben selbst mit seinen Geschehnissen verändert, und ich werde hier nun zügig zum Ende kommen.



Ich freue mich, dass ich in so einer liebevollen Umgebung eingebettet bin und wünsche genau das, Euch mitzugeben. Es gibt "so ne und solche Zeiten".

Und vor mir liegt ...

Meine Zukunft

Mein Jahr 2019 ist letztendlich in den letzten Tagen rasch näher gekommen. Und es wird eine veränderte Energie haben. Noch nie konnte ich so wenig ein Gefühl entwickeln, wie es sein wird.

Und das muss auch gar nicht sein.

Ich weiß, es wird wie immer ein besonderes Jahr sein. Denn jedes Jahr ist doch ein besonderes Jahr.

Und das wünsche ich Dir


Möge auch Dein Neues Jahr ein Besonderes sein. Was Du dazu tun kannst, ist ganz einfach:

Sieh es als ein solches an, und es wird genau so werden.








DANKE


für Dein Vertrauen in mich und meine Arbeit. Es ist für mich eine sehr besondere Aufgabe, Dich begleiten zu dürfen und einen Teil Deines Weges mit Dir gehen zu dürfen.



Möge Dein Leben kraftvoll nach vorne ausgerichtet sein und Du präsent in der Gegenwart sein!

Auf unser nächstes Treffen im Haus Maktub,

Von Herzen,

Karen

"Maktub: So sei es!"





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